Je 1-4 Punkte; weniger als 14 Punkte -> Dekubitusrisiko
- wurde 1985 in Deutschland von Christel Bienstein entwickelt
- dient zur besseren Erkennung der Dekubitusgefahr
Bereitschaft zur Kooperation/Motivation
4 = eine hohe Bereitschaft ist durch die kontinuierliche Mitarbeit gekennzeichnet
3 = Patient zeigt nach Aufforderung Bereitschaft zur Mitarbeit
2 = Patient zeigt bei Aufforderung eine wechselnde Bereitschaft zur Mitarbiet
1 = Patient zeigt keine Bereitschaft
Alter
4 = jünger als 10 Jahre
3 = zwischen 10 und 30 Jahren
2 = zwischen 30 und 60 Jahren
1 = älter als 60 Jahre
Hautzustand
4 = vollkommen gesunde/intakte Haut
3 = leichte Veränderungen
2 = mittlere Veränderungen
1 = schwere Veränderungen
Zusatzerkrankungen
4 = keine
3 = leichte Form
2 = mittlere Form
1 = schwere Form
körperlicher Zustand
4 = gut
3 = leidlich (geschwächt)
2 = schlecht (z.B. Adipositas, Kachexie)
1 = sehr schlecht (z.B. extreme Kachexie )
geistiger Zustand
4 = klar
3 = apathisch/verwirrt
2 = verwirrt/desorientiert in Zeit, Ort, Person
1 = stuporös
Aktivität
4 = geht ohne Hilfe
3 = geht mit Hilfe
2 = rollstuhlbedürftig
1 = bettlägerig
Beweglichkeit
4 = voll
3 = kaumeingeschränkt
2 = sehr eingeschränkt
1 = voll eingeschränkt
Inkontinenz
4 = keine
3 = manchmal
2 = meistens Urin
1 = ständig Urin und Stuhl
Zu jedem Kriterium wird die entsprechende, auf den Bewohner/Patienten, Einschätzung abgegeben. Somit kann ein Bewohner z.B. unter dem Punkt Aktivität nicht die "4" und die "3" bekommen, weil z.B. sein Gehvermögen von der Tagesverfassung abhängt. Man sollte sich im Zweifelsfall immer für den schlechteren Wert entscheiden.
Nach der vollständigen Einschätzung des Bewohners in allen Kriterien, werden die punkte addiert. Anhand der daraus resultierenden Zahl, kann man die Dekubitusgefahr einschätzen.
Dabei ist folgende Einteilung zu beachten:
25 - 21 Punkte: geringes Risiko
20 - 16 Punkte: mäßig gefährdet
15 - 09 Punkte: hohes Risiko
09 - 00 Punkte: sehr hohes Risiko
==> Bitte beachtet, dass diese Einteilung keine starre Einteilung ist. In jeder Literatur findet man eine andere Einteilung. Im Zweifelsfall immer nach der Einteilung in der Praxiseinrichtung halten.